Angefangen habe ich bei null. Nicht beim Logo, nicht bei den Farben. Bei einer Frau und ihrer Geschichte.
Nina arbeitet im Zwischenraum von Mensch und Unternehmen, genau dort, wo Identität auf Wirkung trifft. Sie wusste, wer sie ist und wohin sie will. Und sie hat mir vollkommen vertraut. Diese Art von Vertrauen ist die Voraussetzung für Arbeit, die hält.
Das Projekt und seine Grundfrage
Nina ist Mentorin und Beraterin an der Schnittstelle von Persönlichkeitsentwicklung und unternehmerischer Strategie. Ihr Angebot richtet sich an Frauen, die fachlich und menschlich außerordentlich viel mitbringen, deren Außenwirkung dieses Niveau aber noch nicht spiegelt.
Die strategische Ausgangsfrage: Wie baut man eine Marke, die professionelle Autorität und menschliche Wärme in einem System zusammenführt, ohne dass das eine das andere überdeckt?
Das war der Rahmen. Die Arbeit begann dort.
Was die Branche macht, und warum ich es anders angehe
Bevor ein Entwurf entsteht, beginnt die Recherche. Was tun Mitbewerberinnen? Im Coaching-Segment für Unternehmerinnen ist das Muster erschreckend einheitlich: viel Weiß, Blau und Orange, Design ohne eigene Symbolik, Social-Media-Auftritte ohne erkennbaren roten Faden, kaum einprägsame Logoelemente.
Das zeigt, wo Differenzierung greifbar ist. Und das war die Chance, die ich für Nina genutzt habe.
In gesättigten Märkten entscheidet Differenzierung über Auffindbarkeit. Budget ist dabei selten das zentrale Kriterium.
Wer wirklich angesprochen wird
Zielgruppenarbeit ist kein demographischer Überblick. Sie ist der Spiegel, durch den eine Marke ihre eigene Wirkung einordnet. Für Nina haben wir folgende Kernzielgruppe herausgearbeitet:
- Gründerinnen und Selbstständige mit viel fachlicher Substanz, deren Außenauftritt das noch nicht zeigt
- Unternehmerinnen vor oder rund um Launch und Neustart, die warten, weil der äußere Rahmen fehlt
- Frauen, deren Auftritt vielseitig und kompetent wirkt, aber ohne erkennbaren roten Faden
- Kundinnen, die Struktur und Kompetenz sichtbar machen wollen, ohne Nahbarkeit zu verlieren
- Menschen, die Umsetzung und Alltagstransfer wollen, keine Theorie
Sekundär richtet sich Nina an Female Leaders und Führungskräfte im Unternehmen. Das ist eine direkte Konsequenz ihrer 16-jährigen Erfahrung in Leadership-Kontexten.
Wer ist die Marke Nina Friedl?

Persönlichkeitsarbeit ist das Herzstück jedes Brand-Identity-Prozesses. Kein Farbsystem, keine Typografie, kein Symbol kann ohne diese Grundlage funktionieren.
Das Markenprofil, das ich für sie erarbeitet habe, integriert zwei Pole, die selten gemeinsam in einem System vorkommen:
Die professionelle Seite
ruhig · autoritativ · souverän · geerdet · strukturiert · fokussiert · präzise · direkt · verlässlich · konsequent · realistisch
Die menschliche Seite
nahbar · empathisch · warm · pragmatisch · inspirierend · führend · vertrauenswürdig
Diese Kombination ist selten. Nina Friedl ist die Person, die in 90 Minuten mehr Ordnung in ein Problem bringt, als du in einem Jahr allein herausgearbeitet hättest.
Zwei Routen. Eine Marke.
Für jedes Projekt entwickle ich zwei strategisch fundierte Designrouten. Beide haben denselben Ausgangspunkt. Beide sind vollständig ausgearbeitet. Die Entscheidung zwischen ihnen ist ein strategisches Statement: Welcher Aspekt der Persönlichkeit soll in der Primärkommunikation am deutlichsten sprechen?
Für Nina Friedl ergaben sich aus der Spannung zwischen professioneller Autorität und menschlicher Führung zwei eigenständige Richtungen:
>> Route One: Professional. Focused. Grounded.
Dunkle, strukturierte Ästhetik. Klare Hierarchien. Typografische Strenge. Diese Route übersetzt die ruhige Autorität von Nina Friedl in ein System, das sofort Kompetenz und Verlässlichkeit signalisiert.

>> Route Two: Warm. Empathic. Leading.
Wärmere Palette, einladende Strukturen. Diese Route betont die menschliche Zugänglichkeit und die Fähigkeit, Vertrauen auf Augenhöhe aufzubauen, ohne Abstriche bei der Führungswirkung.
Beide Routen sind vollständige Antworten auf dieselbe Frage: Wie wird sichtbar, wer jemand ist? Die Route-Entscheidung definiert, was in der Primärkommunikation als erstes spricht.
Das Monogramm «nf»: Architektur, die hält
Das «n» hat eine Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht. Es stammt vom ägyptischen Hieroglyphen, dem Piktogramm der Schlange. Im phönizischen Alphabet hieß es nun: Fisch und Schlange. Beides Wesen in Bewegung, die sich durch etwas hindurchbewegen. Im Hebräischen bedeutet nun auch fortsetzen, Nachkommenschaft, Erbe. Was bleibt. Was besteht.
Aus dieser uralten Bewegung wurde ein Bogen, eine Tür, eine Schwelle. In der Architektur steht das Tor für den Übergang zwischen zwei Welten: wer du bist und wie du wirkst. Genau dieser Übergang ist Ninas Arbeit.
Formlogisch ist das N eine Mini-Architektur: zwei Stützen, eine verbindende Diagonale. Stabil und vorwärtsgerichtet zugleich. Das Monogramm aus «n» und «f» verschränkt beides zu einer untrennbaren Form.

Was wirklich zu ihr passt
Beim Naming haben Nina und ich gemeinsam nachgespürt. Sie hatte bereits etwas. Geprüft habe ich, ob es ihr noch gerecht wird. Das Ergebnis: NINA FRIEDL | Human & Business Dynamics. Eine Marke darf in Bewegung sein. Dieses Naming funktioniert.
Das Farbsystem
Aubergine und dunkles Petrol als Fundament. Koralle als Aufbruch. Magenta, elektrisch und unentschuldigt. Gestützt von tiefem Weinrot und Nachtblau.
Töne einer Persönlichkeit, ausgewählt nach Kriterien. In der Bildsprache: Stoff, der sich bewegt. Hände, die arbeiten. Blicke, die wissen.

Die Claims
Die Claims entstanden aus demselben Ausgangspunkt wie alles andere in diesem Projekt:
- If you know it, they will feel it.
- Your business is what you are.
- Your business blooms from your authentic self.
- Be the brand.
Worte, die jemanden meinen, der sie schon längst gefühlt hat.

In Ninas eigenen Worten
„Du hast was geschafft, das ich mir selbst nie erträumen hätte können.”
Nina Friedl
Was dieses Projekt zeigt
Erstens
Wenn eine Marke aus der Person herausgebaut ist, wenn jede Farbentscheidung, jede typografische Wahl, jede Symbolik sich auf konkrete Werte zurückführen lässt, muss man nichts mehr erklären. Die Marke steht für sich.
Zweitens
Differenzierung braucht eine Entscheidung. In einer Branche, die auf generisches Weißraum-Branding konditioniert ist, ist eine dunkle, strukturierte oder bewusst ungewöhnliche Identität ein Statement. Die Entscheidung für eine solche Ästhetik erfordert Vertrauen in den Prozess.
Drittens
Der Rahmen ist das Produkt. Nina Friedl hilft ihren Kund:innen, einen inneren Rahmen zu finden, aus dem heraus sie wirksam handeln können. Ihre Marke tut dasselbe nach außen. Diese Parallelität ist Absicht.
Branding als Übersetzungsarbeit
Was ich bei tsbw. brand identity tue, ist Übersetzungsarbeit. Ausgangspunkt ist immer das, was eine Person ist: ihre Werte, ihre Arbeitsweise, ihre Art zu denken und zu sprechen. Das übersetze ich in ein visuelles und verbales System, das diese Qualitäten für andere lesbar macht.
Der Ausgangspunkt ist immer dieselbe Frage: Wer bist du, und wie soll die Welt das sehen?
Für Nina Friedl war die Antwort präzise. Eindeutig. Meine Aufgabe war, den Rahmen dafür zu bauen.
Leistungen in diesem Projekt
- KI-Brandshooting (The Brand Etude)
- Instagram Pin-Post Karussells (The Brand Etude)
- Wettbewerbs- & Zielgruppenanalyse (The Brand Prelude)
- Markenpersönlichkeit & Positionierung (The Brand Prelude)
- Entwicklung von zwei Designrouten (The Brand Composition)
- Farbsystem & Typografie (The Brand Compsition)
- Logoentwicklung & Symbolik (The Brand Composition)
- Moodboards & Visual Direction (The Brand Composition)
- Social Media Auftritt & Vorlagen (The Brand Composition)
- Präsentation & Strategie-Dokumentation (The Brand Prelude & The Brand Composition)
- Brand Handover & Übergabe-Unterlagen (The Brand Composition)







Sie begann im kleinsten Zimmer. Ein Raum mit zwei Regalen, ein Fenster nach Norden, Licht wie Wasser. Mit einem feuchten Tuch wischte sie Staub, öffnete das Fenster, ließ den Wind ein Gedicht aufs Fensterbrett legen. In einer Kiste fand sie drei Dinge: eine kleine Schale aus Stein, eine Kerze mit einem kaum wahrnehmbaren Duft nach Nadelwald und Regen, und eine Messingleuchte, an der die Zeit Fingerabdrücke gelassen hatte.
So ging sie von Raum zu Raum. Sie warf kaum etwas weg. Sie ordnete. Legte hin, was sich nach „ja“ anfühlte, und trug hinaus, was stumm blieb. Manches schob sie nur um einen halben Meter, und der Raum atmete auf. Manche Dinge ließ sie dort, wo sie sie gefunden hatte, aber sie gab ihnen einen Grund. Ein Zimmer wurde hell, ohne dass sie eine Lampe einschaltete. Ein anderes wurde ruhig, ohne dass sie die Türen schloss.
Eines Abends, der Himmel hing tief und irgendwie roch es nach Kamin, setzte sich das Mädchen auf die Treppe. Die Stufen waren ungleich, manche niedriger, manche müder als andere. Von dort sah sie das ganze Haus im Querschnitt: den Flur, die offene Küche, das kleine Zimmer mit der Steinschale, das große mit dem Spiegel, die Nische mit der Messingleuchte. Nichts war luxuriös, aber alles hatte Platz.
Sie hatte noch keine Bilder aufgehängt. Sie wartete. Ein Haus sagt einem, wofür es bereit ist, wenn man es lässt. Und tatsächlich, am nächsten Morgen lag auf der Fußmatte ein Blatt, als hätte es jemand hineingeweht, absichtlich. Nicht irgendein Blatt, sondern eines von diesem Baum vor dem Fenster, mit feinen roten Adern, die aussahen wie eine Karte. Sie legte das Blatt in die Steinschale. „Für das, was bleiben soll“, wiederholte sie.
Ab da kamen die Dinge von allein. Ein Nachbar brachte Brot. Eine Frau vom Dorf stand plötzlich im Garten, blieb verlegen am Zaun stehen und fragte nach Wasser. Ein Kind rannte lachend vorbei und warf einen flachen Stein auf die Stufen. Jedes Ding, das kam, bekam einen Ort. Nicht weil man das so macht, sondern weil der Ort sich meldete. Hier, sagte die Kommode. Hier, sagte die Wand. Hier, sagte der Raum, der früher nur Stauraum war und jetzt nach Ankommen roch.



ie dachte an den ersten Tag, an den Geruch im Flur, an die Uhr, die nicht wusste, wie spät es war. Jetzt wusste die Uhr es. Oder es war nicht mehr wichtig. Sie hörte die Glocke noch einmal leise nachschwingen, obwohl niemand sie berührt hatte, und spürte eine Wärme, die nicht vom Licht kam.