Gleiches Angebot, dreifacher Preis: was eine Positionierung wirklich von einer Preisliste unterscheidet

Zwei Studios, beide in derselben Stadt, beide mit vergleichbarem Leistungsportfolio. Die eine verlangt für ihre Beratung 90 Euro, die andere 290. Die Auslastung der teureren ist besser. Dasselbe Muster zieht sich durch fast jede Branche, in der Kund:innen persönlich vor Ort empfangen werden. Es wirft eine Frage auf, die viele Unternehmerinnen verdrängen, weil die ehrliche Antwort unbequem ist: Wenn zwei das Gleiche anbieten und eine dreimal so viel verlangt, liegt das an der Preisliste oder an der Positionierung und daran, wie sie die Preiswahrnehmung einer Dienstleistung steuert?

Was Vergleichbarkeit bedeutet

Das Wort “vergleichbar” verdient mehr Aufmerksamkeit, als ihm meistens geschenkt wird. Zwei Angebote sind vergleichbar, wenn eine potenzielle Kund:in sie im selben mentalen Regal ablegt und zwischen ihnen abwägt, als wären sie Varianten derselben Sache. Genau das passiert, wenn Positionierung fehlt oder zu schwach ist, um diesen Vergleich zu verhindern. Wer in derselben Kategorie wahrgenommen wird wie drei andere Anbieterinnen, konkurriert über den Preis, weil sonst nichts bleibt, worüber sich konkurrieren ließe. Das ist Marktlogik, die sich nicht durch bessere Texte oder freundlichere Fotos außer Kraft setzen lässt.

Das Missverständnis beginnt oft schon beim Begriff der Positionierung selbst. Viele Unternehmerinnen verstehen darunter eine Formulierungsaufgabe: einen griffigen Satz über sich selbst finden, eine Nische benennen. Das ist das Ergebnis der Positionierung. Die Arbeit liegt in dem, was zu diesem Satz führt. Positionierung ist ein Wahrnehmungsort. Er entsteht im Kopf der Kund:in, gespeist aus allem, was sie vor dem ersten Kontakt von dir aufnimmt. Und dieser Ort bestimmt, mit wem du verglichen wirst, bevor eine Kund:in auch nur die erste Frage stellt.

Das Preisschild liest die Kund:in zuletzt

Bevor eine Kund:in auf deine Website kommt, dein Studio betritt oder dein Angebot liest, hat sie bereits eine Erwartung über die Größenordnung deiner Preise. Diese Erwartung entsteht aus allem, was ihr vorher begegnet ist: der optischen Sprache auf Instagram, dem Ton deiner Texte, der Gestaltung deiner Räume, dem Ruf, den andere über dich weitergeben. Sie entsteht aus dem Gesamteindruck, den du hinterlässt, und aus dem Kontext, in den du dich stellst. PwC hat in einer Befragung von 15.000 Konsumentinnen und Konsumenten weltweit gezeigt, dass Käuferinnen bereit sind, bis zu 16 Prozent mehr für ein Angebot zu zahlen, das ein überzeugend anderes Erlebnis verspricht. Die Bereitschaft entsteht zuerst, der Preis bestätigt sie.

Wenn dein Preis als zu hoch empfunden wird, liegt das selten am Preis. Es liegt daran, dass das, was vor dem Preis kommt, ihn noch nicht deckt. Deine Kommunikation und dein gesamter sichtbarer Rahmen haben eine Erwartung erzeugt, die unter deinem Honorar liegt. Was sich verschieben muss, ist der Rahmen um den Preis herum.

Warum die bessere Leistung oft verliert

Hier liegt das Problem vieler Studios, die ich begleite. Die Leistung ist gut, manchmal überdurchschnittlich. Das Handwerk sitzt, und die Kund:innen, die einmal da waren, kommen wieder. Nur transportiert die Außenwirkung diese Qualität nicht, weil sie nie dafür gebaut wurde. Die Website erklärt, was angeboten wird, die Texte sind solide, die Fotos ordentlich. Trotzdem entsteht kein Bild davon, was es bedeutet, mit dieser Person zu arbeiten, was sie einer Kund:in gibt und was sie von anderen unterscheidet.

Markenreputation ist nach einer 2024 in Springer Nature veröffentlichten Studie im Hospitality-Bereich der stärkere Treiber der Zahlungsbereitschaft als Lage und Ausstattung zusammen. Für Studios, Showrooms und Ordinationen gilt dasselbe: Was eine Kund:in bereit ist zu zahlen, hängt stärker davon ab, welches Bild sie von dir hat, als davon, was du konkret leistest. Das liegt daran, dass Dienstleistungen vor dem Kauf nicht getestet werden können. Die Marke übernimmt den Qualitätsnachweis, bevor die Qualität selbst erlebt werden kann.

Was die dreimal so teure Anbieterin anders macht

Solche Vergleiche sind mir über die Jahre oft begegnet. Das Muster ist jedes Mal ähnlich. Die teurere Anbieterin zeigt weniger, dafür gezielter, und beschreibt ihre Arbeit in einer Sprache, die keine Erklärung braucht. Wenn du etwas erklären musst, damit es wirkt, wirkt es nicht. Ihr visueller Auftritt hat ein erkennbares Gewicht. Auf ihrer Website oder in ihren Räumen weißt du sofort, bei wem du bist. Das ist eine Frage der Konsequenz, mit der eine Marke gebaut wurde.

Dieser Konsequenz gegenüber steht eine häufige Falle: ein Auftritt, der alle ansprechen will und niemanden ausschließt, freundlich und offen und für jeden zugänglich. Das ist eine gut gemeinte Strategie, die systematisch gegen sich selbst arbeitet. Denn Positionierung funktioniert durch Unterscheidung, und Unterscheidung verlangt, dass du dir traust, nicht für alle zu sein. Das Kundenservice-Barometer 2024 zeigt, dass über 90 Prozent der Verbraucherinnen guten Service als direkten Grund für einen Wiederkauf nennen. Damit dieser Service wahrgenommen wird, muss eine Kund:in aber erst in die Situation kommen, ihn zu erleben. Das passiert nur, wenn der erste Eindruck eine klare Erwartung aufgebaut hat.

Konkret: wo Positionierung am Preis-Knoten ansetzt

Die Frage, die du dir stellen solltest: Was sieht eine potenzielle Kund:in von dir, bevor sie dich kontaktiert, und was schließt sie daraus über die Größenordnung dessen, was du verlangst? Verortet sie dich bei 80 bis 120 Euro oder bei 250 bis 400? Und welche Zeichen in deiner bisherigen Kommunikation haben diesen Eindruck entstehen lassen?

Die Antwort beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme dessen, welche Botschaften du gerade sendest, ohne es zu planen. Deine Preisliste ist das letzte Glied in einer Kette von Signalen. Wenn die Kette nicht stimmt, hält das letzte Glied nicht. Positionierung und Preisgestaltung einer Dienstleistung sind deshalb ein einziges Thema. Sie funktionieren nur gemeinsam.

Schlussgedanke

Was die meisten Unternehmerinnen als Preisproblem beschreiben, ist ein Wahrnehmungsproblem. Es entstand an einem anderen Punkt, meistens lange vor dem ersten Kontakt, in dem Moment, in dem jemand das erste Signal empfing und daraus eine Erwartung bildete. Preise können erst dann einlösen, was sie versprechen, wenn alles davor in dieselbe Richtung zeigt. Das ist die Arbeit der Marke: Einordnung steuern.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Angebot mehr wert ist, als du derzeit verlangst, oder dass du immer wieder mit Anbieterinnen verglichen wirst, die nicht in deiner Liga spielen, dann ist das ein Hinweis, den du ernst nehmen solltest. Buch dir einen Termin, und wir schauen gemeinsam, wo deine Positionierung heute steht und welche Signale du sendest.


Quellen:

Markenreputation ist nach einer 2024 in Springer Nature veröffentlichten Studie im Hospitality-Bereich der stärkere Treiber der Zahlungsbereitschaft als Lage und Ausstattung zusammen.
Salem, M.Z. / Springer Nature (Springer, Cham), 2024

PwC hat in einer Befragung von 15.000 Konsumentinnen und Konsumenten weltweit gezeigt, dass Käuferinnen bereit sind, bis zu 16 Prozent mehr für ein Angebot zu zahlen, das ein überzeugend anderes Erlebnis verspricht.
PwC (PricewaterhouseCoopers), 2018

Bildwelten: KI-generierte Visualisierungen von tsbw studio.

Über Potenzial, Beziehung und das, was nur gemeinsam entstehen kann.

Wo alles anfängt

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, erkenne ich ein Muster, das sich durch viele Beziehungen zieht. Ich war oft mit Menschen verbunden, bei denen ich gesehen habe, was möglich wäre. Ganz konkret. Fähigkeiten, die da waren. Gedanken, die sich weiterführen ließen. Die Idee, gemeinsam etwas aufzubauen, wenn man Kompetenzen bündelt, Verantwortung teilt
und nicht nur nebeneinander herlebt.

Mich hat immer interessiert, was entsteht, wenn man wirklich miteinander denkt. Wie sich ein Business entwickeln ließe. Wie man vorhandene Stärken besser nutzt. Wie aus einzelnen Ansätzen etwas Größeres werden kann, ohne dass jemand sich verbiegt oder verliert. Das hatte viel mit Nähe zu tun, mit echtem Interesse und mit Beteiligung.

Wenn gemeinsames Denken nicht zu gemeinsamem Handeln wird

Lange habe ich geglaubt, dass gemeinsames Denken automatisch auch gemeinsames Handeln nach sich zieht. Dass man, wenn man Möglichkeiten erkennt, irgendwann auch bereit ist, sie umzusetzen. Mit der Zeit wurde mir klar, dass genau hier der Knackpunkt liegt.

In vielen Beziehungen habe ich weiter gedacht als mein Gegenüber. Ich habe Entwicklungen vor mir gesehen, während auf der anderen Seite noch gezögert wurde. Möglichkeiten, die ich ernst genommen habe, blieben für mein Gegenüber Gedankenspiele. Und ohne es bewusst zu merken, habe ich mein Tempo, meine Art zu arbeiten und meine Bereitschaft zur Umsetzung auf den anderen übertragen.

Was für mich gemeinsames Weiterdenken war, wurde auf der anderen Seite oft als Erwartung erlebt. Ich blieb trotzdem, weil das, was möglich gewesen wäre, so überzeugend wirkte.
Genau dort beginnt die Schieflage.

Warum man bleibt, obwohl es längst nicht mehr passt

Man bleibt nicht wegen der Realität, sondern wegen einer Vorstellung. Man investiert in ein gemeinsames Bild, das innerlich nur von einer Seite getragen wird. Man denkt für zwei, plant für zwei, hält die Idee von „wir könnten“ am Leben, während der andere noch gar nicht entschieden hat, ob er überhaupt in diese Richtung will.

Das ist kein seltenes Muster. Es ist eine leise Dynamik, die sich nicht nur in Partnerschaften zeigt, sondern in vielen zwischenmenschlichen Konstellationen. Und sie endet nicht automatisch, nur weil der Kontext ein beruflicher wird.

Wie sich dasselbe Muster im Business wiederholt

Auch im beruflichen Kontext begegne ich Menschen, bei denen ich sofort sehe, was möglich wäre. Wie sich ein Business weiterentwickeln ließe. Welche Entscheidungen notwendig wären, um aus etwas Gutem etwas Stabiles zu machen.

Und auch hier zeigt sich schnell, ob dieses Denken auf zwei Seiten stattfindet. Solange Möglichkeiten interessant sind, Entscheidungen aber vermieden werden, entsteht dieselbe Schieflage wie früher in meinen Beziehungen. Gespräche bleiben offen, Projekte ziehen sich, Verantwortung verschiebt sich.

Warum Branding das sichtbar macht

Branding verdeckt solche Unterschiede nicht. Gestaltung bringt nach außen, wie entschieden jemand ist, wie verbindlich Aussagen getroffen werden und wie Prioritäten gesetzt werden.
Wenn intern gezögert wird, zeigt sich das im Ergebnis.

Logos werden endlos diskutiert. Aussagen werden abgeschwächt. Auftritte wirken ordentlich, aber richtungslos. Nicht, weil das Design schlecht wäre, sondern weil die Entscheidungen dahinter fehlen.

Genau deshalb beginnt meine Arbeit nicht beim Sichtbaren. Der Einstieg ist ein gemeinsames Sortieren der Grundlagen, bevor Gestaltung Sinn ergibt. Dieser Prozess heißt The Brand Prelude.

Woran ich heute erkenne, ob Zusammenarbeit Sinn ergibt

Ich schaue heute weniger auf Möglichkeiten und stärker auf das, was im Alltag tatsächlich passiert. Werden Entscheidungen getroffen. Werden Dinge abgeschlossen. Oder bleibt alles im Stadium von Optionen.

Wenn diese Basis stimmt, wird Arbeit ruhig und präzise. Wenn sie fehlt, wird sie mühsam. Für beide Seiten. Einen Überblick über meine Arbeit findest du hier: Angebot.

Wie Zusammenarbeit bei mir grundsätzlich abläuft, steht hier: The tsbw. way.

Und wenn du prüfen willst, ob das gerade dein Thema ist: Kontakt.

Strategische Evolution | Was erfolgreiche Marken von bewusster Weiterentwicklung verstehen

Bevor ein Logo entsteht, bevor Farben, Schriften oder Claims entschieden werden, braucht eine Marke ein Fundament. Nicht aus Ästhetik, sondern aus Bewusstsein. Wer diesen Schritt überspringt, baut Design auf Unsicherheit. Wer ihn ernst nimmt, schafft Richtung, Tiefe und Vertrauen. Genau hier setzt The Brand Prelude an, als strategischer Auftakt für Marken, die nicht nur sichtbar, sondern spürbar werden wollen.

Wenn du spürst, dass dein Branding dich nicht mehr wirklich repräsentiert, oder du am Anfang eines neuen Projekts stehst und „irgendwie weißt“, dass es mehr braucht als ein schönes Design, dann bist du genau in diesem Zwischenraum, in dem The Brand Prelude beginnt.

Warum erfolgreiche Marken immer mit einem Gespräch beginnen

Markenführung beginnt nicht mit Gestaltung, sondern mit Verstehen. Jede starke Marke, ob neu gegründet oder im Wandel, basiert auf einem Moment der Klärung: Wer sind wir, wofür stehen wir, was soll bleiben, was darf sich verändern? Diese Fragen wirken banal, sind aber der entscheidende Unterschied zwischen Marken, die strahlen, und Marken, die schwanken.

Studien der Harvard Business Review zeigen, dass Unternehmen mit einer klaren Markenidentität im Schnitt bis zu 23 % höhere Kundenbindung erreichen. Doch diese Identität entsteht nicht im Prozess des Designens, sondern davor, in der strategischen Übersetzung von Werten, Zielen und Emotionen in ein System, das tragfähig ist. Genau das ist der Moment, in dem aus Bauchgefühl Richtung wird.

Neues Branding – ein Start mit System

Ein neues Branding ist kein kreativer Schnellschuss, sondern eine bewusste Entscheidung, wie eine Marke künftig wahrgenommen werden soll. Es geht um Klarheit, nicht um Dekoration. Um Fokus, nicht um Fassade. The Brand Prelude begleitet diesen Prozess von innen nach außen. Es hilft, Sprache, Stil, Haltung und Erlebnisdimensionen zu definieren, bevor der visuelle Ausdruck entsteht. So wird aus einem gestalterischen Projekt ein strategischer Prozess, mit Konsistenz und Wiedererkennbarkeit von Beginn an.

Rebranding – wenn Veränderung Tiefe braucht

Ein Rebranding ist kein kosmetischer Eingriff. Es ist ein Eingeständnis, dass sich etwas verändert hat, im Markt, im Publikum, in der eigenen Haltung. Die Kunst besteht darin, das Gewachsene zu bewahren und trotzdem Raum für Neues zu schaffen. Laut McKinsey & Company erzielen Marken, die ihr bestehendes Markenversprechen gezielt modernisieren, durchschnittlich 18 % mehr Markenwert als jene, die radikal neu starten. Der Grund ist simpel: Menschen vertrauen Kontinuität. Sie folgen Marken, die sich entwickeln, statt sich ständig neu zu erfinden.

Marken sind Systeme, keine Einzelteile

Starke Marken funktionieren wie lebendige Organismen. Design, Sprache, Duft, Atmosphäre, alles steht in Beziehung zum Ganzen. Diese Kohärenz sorgt dafür, dass sich eine Marke vertraut anfühlt, auch wenn sie Neues ausprobiert. The Brand Prelude macht diese Zusammenhänge sichtbar. Es ordnet, verbindet und verdichtet. Was danach folgt, Design, Kommunikation, Experience, wird dadurch nicht nur schöner, sondern sinnvoller. Und spürbar echter.

Authentizität als Wirtschaftsfaktor

Authentizität ist kein Trendwort, sondern ein Wirtschaftsfaktor. Eine Untersuchung der Emerald Group Publishing zeigt, dass erlebte Markenechtheit direkt mit Vertrauen und Kaufbereitschaft korreliert. Für Gründerinnen und Unternehmerinnen heißt das: Echtheit ist nicht, alles zu zeigen, sondern das Richtige konsistent zu zeigen. The Brand Prelude hilft, diesen Kern zu formulieren, nicht als Inszenierung, sondern als Haltung. Damit eine Marke nicht glatt, sondern glaubwürdig wirkt.

Konsistenz schafft Vertrauen

Vertrauen entsteht durch Wiedererkennbarkeit. Das gilt im Alltag genauso wie im Markenaufbau. Wenn Design, Ton und Verhalten dieselbe Sprache sprechen, entsteht ein Gefühl von Sicherheit, bewusst oder unbewusst. Laut der Medill IMC Northwestern University zählt Konsistenz zu den drei stärksten Treibern von Brand Trust. Sie ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen, und genau das, was The Brand Prelude strukturiert.

Langfristigkeit statt Kampagnenlogik

Trends bringen Reichweite. Substanz bringt Bestand. Marken, die langfristig wirken, investieren nicht in kurzfristige Peaks, sondern in Systeme, die Stabilität erzeugen. The Brand Prelude verankert diese Langfristigkeit im Denken. Es sorgt dafür, dass jedes zukünftige Design, jeder Text und jede Entscheidung aus derselben Quelle kommt. So entsteht Markenwert, der über den Moment hinaus trägt, und spürbar bleibt, auch wenn Kampagnen enden.

Ein Blick auf bewusste Markenentwicklung in der Praxis

Ein Beispiel aus der jüngeren Markenwelt: Als 2019 eine bekannte Designerin ihre Beauty-Linie als reines D2C-Label launchte, war das kein spontaner Versuch, ein weiteres Produkt zu verkaufen. Es war eine strategische Erweiterung ihres bestehenden Systems, eine logische Fortsetzung ihrer Mode- und Lifestyle-Philosophie. Fünf Jahre später berichtet die Fashion Network von einem Umsatzplus von über 30 % und positiven Ergebnissen. Ein Lehrbeispiel dafür, wie strategische Evolution Markenwert schafft, statt ihn zu verwässern.

Der Kern von The Brand Prelude

The Brand Prelude ist kein Warm-up, kein Pflichtmodul und keine Checkliste. Es ist ein Resonanzraum, in dem Klarheit entsteht, bevor Design sichtbar wird. Marken, die hier ansetzen, sparen nicht nur Zeit, sondern gewinnen Tiefe. Sie vermeiden teure Neuanfänge und gestalten stattdessen bewusste Entwicklung. Das Ergebnis ist kein hübsches Erscheinungsbild, sondern eine Identität, die Stabilität schafft, visuell, strategisch und emotional.

Fazit

Ob du eine neue Marke aufbaust oder eine bestehende neu ausrichtest, der Unterschied liegt in der Tiefe. Branding, das berührt und funktioniert, entsteht aus Bewusstsein. The Brand Prelude ist der Anfang dieses Bewusstseins. Es macht sichtbar, was Marken stark macht, nicht nur für den Moment, sondern für die Zukunft.

Wenn du spürst, dass deine Marke an einem Wendepunkt steht, ist jetzt der richtige Moment für Klarheit statt Aktionismus. Erfahre mehr über The Brand Prelude und starte bewusst in deine nächste Markenphase.

Branding ist mehr als ein Logo.

Viele Anfragen beginnen mit dem Wunsch nach einem Logo. Dahinter steckt oft der Gedanke, dass ein Logo der logische erste Schritt für einen professionellen Auftritt ist. Ein Logo kann tatsächlich der Anfang sein, doch es bleibt wirkungslos, wenn es nicht in ein klares, konsistentes System eingebettet wird. Branding entsteht nicht aus einzelnen Elementen, sondern aus einem Prozess, der Orientierung schafft.Gerade im Gesundheits-, Therapie- und Female-Health-Bereich spielt Vertrauen eine zentrale Rolle. Menschen entscheiden nicht nur aufgrund von Fachwissen, sondern auch aufgrund von Gefühl. Dieses Gefühl entsteht nicht durch ein einzelnes Symbol, sondern durch den gesamten Ausdruck deiner Marke.

Warum ein Logo nicht genügt

Ein Logo ist sichtbar, doch Sichtbarkeit allein reicht nicht. Wenn es nicht auf einer klaren Positionierung basiert, bleibt es ein isoliertes Bild. Viele glauben, dass ein Logo den Auftritt vollständig definiert. In Wirklichkeit ist es nur ein Teil eines Systems, das deine Werte, deine Sprache und deine Wirkung trägt.In meiner Arbeit erlebe ich oft, dass ein Logo erst dann funktioniert, wenn zuvor grundlegende Fragen geklärt wurden. Wer bist du als Unternehmerin. Was ist dein Platz in deiner Branche. Welche Haltung möchtest du zeigen. Wie sprichst du mit Menschen, die dich noch nicht kennen. Was sollen sie spüren, wenn sie mit dir arbeiten.

Was der Branding-Prozess leistet

Branding ist ein strukturierter Weg, der Klarheit erzeugt. Dieser Weg beginnt nicht mit Farben oder Formen, sondern mit deiner Identität. Erst wenn diese Basis steht, entsteht ein Markenauftritt, der stimmig ist und über alle Kanäle hinweg trägt.Der Prozess umfasst unter anderem:

  • eine präzise Positionierung
  • eine Sprache, die Vertrauen schafft und deine Werte transportiert
  • eine visuelle Identität, die dein Angebot klar kommuniziert
  • ein konsistentes Erlebnis an jedem Kontaktpunkt

Erst danach entsteht das Logo. Es ist ein Ergebnis der Strategie, nicht der Ausgangspunkt. Dadurch wirkt es stärker, klarer und langfristiger.

Ein Beispiel aus der Praxis

Eine Unternehmerin, die zu mir kam, wünschte sich zunächst ein Logo. Im Gespräch zeigte sich jedoch, dass die außen sichtbare Unklarheit ihren Ursprung an anderer Stelle hatte. Erst als wir ihre Zielgruppe, ihre Haltung und ihre Kommunikation definiert hatten, entstand ein Logo, das nicht nur schön war, sondern ihr Studio auf den ersten Blick verständlich machte. Das Logo war am Ende ein kleiner Teil eines umfassenden Auftritts, der ihre Arbeit sichtbar machte.

Warum du eine Partnerin brauchst, die den Prozess führt

Wenn du im Bereich Frauengesundheit, Therapie, Mental Health, Ernährung, Wellbeing oder FemTech tätig bist, brauchst du keine Grafikerin, die nur umsetzt. Du brauchst jemanden, der den roten Faden hält. Jemanden, der erkennt, was sichtbar werden muss, bevor etwas gestaltet wird. Der Prozess ist entscheidend, nicht das einzelne Element. Design entsteht aus klaren Entscheidungen.

Deine Marke soll führen. Sie soll Orientierung geben. Sie soll deinen Patientinnen, Klientinnen oder Kundinnen das Gefühl geben, bei dir richtig zu sein. Dafür braucht es Struktur, Reflexion und eine Partnerin, die diesen Weg mit dir geht.

Weiteres zum Thema Branding

Mehr Gedanken und Artikel rund um Markenaufbau findest du im Brandblog. Dort schreibe ich regelmäßig über Strategie, Wirkung und visuelle Identität.

Quellen

  • Lucidpress / Marq: State of Brand Consistency (2019/2020)
  • Demand Metric: The Impact of Brand Consistency Benchmark Report (2016)
  • McKinsey & Company: The Business Value of Design (2018)

Bereit für einen Markenauftritt, der Klarheit schafft

Wenn du mehr als ein Logo möchtest und gleichzeitig wissen willst, wie du deinen gesamten Auftritt so strukturierst, dass er wirkt, begleite ich dich durch einen klaren Branding-Prozess. Hier erfährst du, wie dieser Prozess aussieht:

Branddesign mit Struktur entdecken